Das Hamam war in der Zeit des Osmanischen Reichs ein Ort der Erholung, der Reinigung und des Entspannens. Die Menschen konnten sich im Hamam von den Reise-Strapazen durch die Wüste erholen und sich den Staub vom Körper waschen. Sauber, erholt und mit dem neusten Klatsch und Tratsch waren die Leute wieder gestärkt für Ihre nächste Tour.
Das traditionelle Hamam gleicht einem Ritual. Ein Hamam besteht aus mehreren Räumen mit verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitsbereichen. Heute befreit man sich darin vom Altagsstress, der Hektik oder der Grossstadt.
Ein Aufenthalt im Hamam dauert ca. 60-90 Minuten. Gestartet wird mit dem „Sogukluk“ ein warmer Kräuterdampfraum (Gewöhnungsphase, 10-15min) gefolgt vom „Kese“ dem Peelingraum (Öffnung der Poren, 5-10min). Nach einem erholsamen Bad im „Sicaklik“ (Warmwasserbad, 15-20min) und entspannenden Minuten im „Nabelstein“ (Erholungsraum, 15-20min) begibt man sich ins „Bingül“ in den heissen Kräuterdampf (10-15min). Der Dampf hat entschlackende Wirkung entgiftet den Körper und macht die Haut zart und geschmeidig. Ideal um im „Lif“ (Seifenraum, 5-10min) eine angenehme Seifenschaum-Massage zu erleben. Nach diesen ausgiebigen Reinigungsphasen begibt sich der Gast ins „Camekan“ (Ruheraum, 20-30min). Gemütlich im warmen Bademantel eingemummt, geniesst man hier eine Tasse Tee, um den Wasserverlust auszugleichen. Entspannter als je zuvor ist man fit und gestärkt für kommende Strapazen.





